{"id":18186,"date":"2018-09-02T17:10:22","date_gmt":"2018-09-02T15:10:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/?post_type=location&#038;p=18186"},"modified":"2025-08-11T14:58:55","modified_gmt":"2025-08-11T12:58:55","slug":"callao","status":"publish","type":"location","link":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/location\/callao\/","title":{"rendered":"Callao"},"content":{"rendered":"<div class=\"template-page content av-content-full alpha units\">\n<div class=\"post-entry post-entry-type-page post-entry-1976\">\n<div class=\"entry-content-wrapper clearfix\">\n<div class=\"av-special-heading av-special-heading-h1 blockquote modern-quote avia-builder-el-1 el_after_av_slideshow_full el_before_av_two_third avia-builder-el-first av-inherit-size \">\n<h1 class=\"av-special-heading-tag \"><span style=\"color: #1ca4b4;\"><strong>Callao<\/strong> &#8211; Hafen, Meer und Inseln<\/span><\/h1>\n<\/div>\n<div class=\"flex_column av_two_third flex_column_div av-zero-column-padding first avia-builder-el-2 el_after_av_heading el_before_av_one_third \">\n<section class=\"av_textblock_section \">\n<div class=\"avia_textblock \">\n<p>Die Nachbarstadt Limas ist <strong>Callao<\/strong> oder auch \u201eEl Callao\u201c, wie Einheimische auch sagen. Callao ist eine Hafenstadt im Einzugsbereich der peruanischen Hauptstadt Lima und es gibt keine so richtige Abgrenzung, was die Stadtgrenzen angeht. Callao und Lima grenzen also Haus an Haus. Aufgrund der N\u00e4he zu Lima, aber auch weil sich einer der wichtigsten Drehscheiben im peruanischen Luftverkehr sich hier befindet, wird oft angenommen, Callao w\u00e4re ein Stadtteil der Hauptstadt, aber das ist weit gefehlt.<\/p>\n<p>Callao ist zum einen die wichtigste Hafenstadt Perus (immerhin erfolgen mehr als 70% der Im- und Exporte \u00fcber den riesigen Schiffs-\u00a0 und Containerhafen. Callao z\u00e4hlt auch zu einem sehr beliebten Wochenendausflugsziel f\u00fcr die Limener und Touristen. Die Str\u00e4nde von La Punta, die pittoresken H\u00e4uschen von Bellavista und nat\u00fcrlich auch die vorgelagerten Inseln vor der K\u00fcste locken immer mehr Touristen an.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2><span style=\"color: #1ca4b4;\">Geschichte<\/span><\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-10800\" src=\"https:\/\/www.alemape-tours.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Beitrag_Logo-Callao.png\" alt=\"Logo Callao\" width=\"182\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.alemape-tours.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Beitrag_Logo-Callao.png 718w, https:\/\/www.alemape-tours.com\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Beitrag_Logo-Callao-600x988.png 600w\" sizes=\"(max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/p>\n<p>Callao wurde 1537 von Francisco Pizarro an der Callao-Bucht gegr\u00fcndet und wurde schnell der wichtigste Hafen f\u00fcr den spanischen Handel am Pazifik. W\u00e4hrend der Zeit des Vizek\u00f6nigtums wurden viele G\u00fcter aus den Gebieten von Peru, Bolivien und Argentinien per Maultier \u00fcber die Anden gebracht und \u00fcber den Hafen von Callao nach Panama verschifft, wo sie \u00fcber den Landweg an den Atlantik kamen und weiter nach Spanien verschifft wurden.<\/p>\n<p>Im 16. Jahrhundert war der Hafen Ausgangspunkt vieler spanischer Expeditionen in den Pazifikraum, wurde allerdings auch mehrfach von verschiedenen englischen und niederl\u00e4ndischen Freibeutern angegriffen, unter anderem Francis Drake, Tom Cavendish, Jorg Spitberg und Jacob Clerk. Am 28. Oktober 1746 verheerten ein schweres Erdbeben und ein dadurch verursachter Tsunami Hafen und Stadt und t\u00f6teten sch\u00e4tzungsweise 5000 Menschen, nur 200 Einwohner \u00fcberlebten die Naturkatastrophe.<\/p>\n<p>Der Vizek\u00f6nig Jos\u00e9 Manso de Velasco lie\u00df die Stadt wiederaufbauen und gleichzeitig eine Festung (Fortaleza de Real Felipe) errichten, die an der K\u00fcste \u00fcber dem Hafen zum Schutz desselben steht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der s\u00fcdamerikanischen Befreiungskriege gegen Spanien war Callao stark umk\u00e4mpft. Im September 1823 landeten Sim\u00f3n Bol\u00edvar und Antonio Sucre mit einem gro\u00dfkolumbianischen Heer in Callao, um der bedr\u00e4ngten peruanischen Republik zur Hilfe zu kommen. Nach der Kapitulation des spanischen Vizek\u00f6nigs Jos\u00e9 de la Serna nach der Schlacht bei Ayacucho am 9. Dezember 1824 schloss sich der spanische Brigadier Rodil mit Resten der spanischen Truppen im Fort Real Felipe ein und verweigerte die \u00dcbergabe. Die Festung in der Bucht von Callao war damit die letzte spanische Bastion auf dem s\u00fcdamerikanischen Kontinent. Die entbehrungsreiche Belagerung dauerte fast 14 Monate. Da aus Spanien entgegen den anf\u00e4nglichen Hoffnungen Rodils keine weiteren Verst\u00e4rkungen eintrafen, mussten sich die 400 letzten k\u00f6nigstreuen Soldaten am 22. Januar 1826 den republikanischen Belagerern ergeben. Damit endete die spanische Pr\u00e4senz in S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p>1851 wurde die erste Eisenbahnstrecke \u00fcberhaupt in S\u00fcdamerika zwischen Callao und Lima errichtet.<\/p>\n<p>Vor dem Spanisch-S\u00fcdamerikanischen Krieg (1865\u20131871) hatte die spanische Flotte den Hafen von Callao ab dem 14. April 1864 blockiert, was den peruanischen Guano-Export zum Erliegen brachte. Peru schloss sich am 5. Dezember 1865 Chile an, welches bereits einige Monate vorher Spanien den Krieg erkl\u00e4rt hatte. Am 2. Mai 1866 entschloss sich der spanische Admiral Mendez N\u00fa\u00f1ez zum Beschuss von Callao. Die Stadt konnte sich dank 96 Kanonen allerdings gut verteidigen, so dass die Spanier viele Tote und besch\u00e4digte Schiffe zu beklagen hatten. Nach dem Beschuss, bei dem auch der peruanische Verteidigungsminister starb, endeten die aktiven Kriegshandlungen, die spanische Flotte zog sich auf die Philippinen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Salpeterkrieg blockierte die chilenische Marine ab dem 10. April 1880 den Hafen der Stadt. Die Stadt wurde am 17. Januar 1881 von chilenischen Truppen besetzt.<\/p>\n<p>Am 24. Mai 1940 wurde die Stadt von einem weiteren schweren Erdbeben heimgesucht.<\/p>\n<p>Am 28. April 1947 startete Thor Heyerdahl von Callao aus zu seiner ersten Expedition mit der Kon-Tiki.<\/p>\n<p>An der K\u00fcste gelegen ist das Colegio Militar Leoncio Prado, eine peruanische Milit\u00e4rschule, die auch eine tragende Rolle in dem Roman La Ciudad y los Perros (1962, deutsch Die Stadt und die Hunde) des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa spielte.<\/p>\n<p>Heute beherbergt Callao ein Milit\u00e4rgef\u00e4ngnis der peruanischen Marine, in dem unter anderem der F\u00fchrer der Rebellengruppe Sendero Luminoso Abimael Guzm\u00e1n, der Anf\u00fchrer der MRTA Victor Polay und der wegen Korruption verurteilte ehemalige Chef des Sicherheitsdienstes unter Pr\u00e4sident Alberto Fujimori Vladimiro Montesinos inhaftiert sind.<\/p>\n<p>1966 wurde die Technische Nationale Universit\u00e4t von Callao gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Im April 1967 wurde das r\u00f6misch-katholische Bistum Callao durch Papst Paul VI. errichtet.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #1ca4b4;\">Sehenswertes<\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #1ca4b4;\">Natur und Str\u00e4nde<\/span><\/h2>\n<p>Callao erstreckt sich auf und rund um eine Halbinsel herum, das Zentrum der Stadt befindet sich dabei im Distrikt La Punta, eine wohlbetuchte Nachbarschaft. Die bekannteste Sehensw\u00fcrdigkeit ist dabei ohne Frage das Castillo de Real Felipe, ein Festung aus dem Jahr 1740, dass nicht nur die turbulente politische Geschichte Perus \u00fcberlebt hat, sondern auch diverse Angriffe durch Piraten.<\/p>\n<p>Bei der wirtschaftlichen Bedeutung von El Callao ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich hier einige Milit\u00e4reinrichtungen befinden, unter anderem die Escuela Naval Del Peru (die Peruanische Marine Akademie), die immerhin ein Drittel von La Punta einnimmt sowie die Milit\u00e4rbasis auf der Insel San Lorenzo, die f\u00fcr Besucher gesperrt ist.<\/p>\n<p>La Punta verf\u00fcgt \u00fcber drei Str\u00e4nde, die aufgrund der relativ kleinen Kiesel besonders viele Besucher anlocken \u2013 die Str\u00e4nde in Lima sind n\u00e4mlich meist recht felsig und voll gro\u00dfer Steine. Aber die Steine sind nicht der einzige Grund, warum die Str\u00e4nde beliebt sind, auch die ruhigen Gew\u00e4sser tragen das Ihre dazu bei.<\/p>\n<p>Cantolao, Malecon and La Arenilla Beach verf\u00fcgen alle \u00fcber eine perfekte Infrastruktur zum Entspannen. Angefangen von verschiedenen \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten bis hin zu Restaurants und Shops. Da die Gew\u00e4sser allerdings \u00fcberraschend kalt sind, konnten sich hier Wassersportarten, bei denen man auf dem Wasser bleibt, besser durchsetzen. So gibt es hier nicht nur einen ausgesprochen h\u00fcbschen Jachthafen, sondern vor allem auch Ruderclubs. Vier St\u00fcck an der Zahl, plus das eigene Team der Marine-Akademie \u2013 das bedeutet vor allem morgens kann es auf dem Wasser hektisch zugehen.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #1ca4b4;\">Die Inseln vor Callao<\/span><\/h2>\n<p>Vor der K\u00fcste befinden sich gleich mehrere Inseln, von denen allerdings nicht viele zu besuchen sind. Da w\u00e4re zum einen San Lorenzo, immerhin die gr\u00f6\u00dfte Insel Perus, die allerdings eine verbotene Zone unter Kontrolle der \u201eMarina de Guerra del Peru\u201c darstellt. Obwohl es auf der Insel einige interessante Artefakte und \u00dcberreste der Inka- und Pr\u00e4-Inka-Kulturen gibt, wird nur in \u00e4u\u00dferst seltenen F\u00e4llen eine Besuchsgenehmigung erteilt, beispielsweise f\u00fcr Biologen oder Arch\u00e4ologen.<\/p>\n<p>Da es auf der Insel kein Frischwasser gibt, wurde sie nie weiter erschlossen. Es gibt allerdings immer wieder Pl\u00e4ne, die Insel per Br\u00fccke mit dem Festland zu verbinden und einen kleinen Flugplatz zu bauen. Aber bis dahin m\u00fcssen Besucher mindestens einen Abstand von 300 Metern zu der Insel halten.<\/p>\n<p>Dann w\u00e4re da noch El Fronton, welches durch einen rund 800 Meter breiten Kanal von San Lorenzo getrennt ist und die meiste Zeit als Gef\u00e4ngnisinsel genutzt wurde. Hier sa\u00dfen beispielsweise der zweimalige Pr\u00e4sident Perus Fernando Belaunde Terry und der Schriftsteller und Revolution\u00e4r Hugo Blanco ein, genauso wie unz\u00e4hlige maoistische Militante.<\/p>\n<p>Etwas weniger grimmig geht es da auf den Palomino Inseln zu, einer Inselgruppe aus vier kleinen Inselchen rund 6 Meilen vor der K\u00fcste. Sie sind Heimat f\u00fcr unz\u00e4hlige Seel\u00f6wen und riesige Seev\u00f6gel-Kolonien und gelten als eines der wenigen Paradebeispiele f\u00fcr ein intaktes \u00d6kosystem. In den letzten Jahren hat sich rund um die Inseln ein reger Touristenstrom eingestellt, die hier die Tiere in ihrer nat\u00fcrlichen Umgebung beobachten k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":22593,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-18186","location","type-location","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","location_tag-callao-de","location_tag-lima-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/location\/18186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/location"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/location"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alemape-tours.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}