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Verkehr in Lima

Viel Verkehr…

Viele Touristen, die das erste Mal einen Urlaub nach Südamerika planen, stellen sich Fragen, wie das Verständnis von Kultur und das Leben der Menschen im Einklang mit der Natur wohl aussehen könnte. Vielleicht gehörst du auch dazu. Du kannst von Freunden und Bekannten schön einige Geschichten gehört haben oder du hast einiges darüber gelesen oder im Fernsehen gesehen. So richtig interessant ist es dann erst, wenn du diese atemberaubenden Eindrücke einer Peru-Rundreise sammeln kannst. Es stellen sich eine Menge Fragen, wenn man davor steht in Kürze in einer der Millionenstädte der Welt zu landen. OK, hier Lima als Beispiel. In diesem Artikel möchten wir ein wichtiges Thema in den Vordergrund rücken, das für dich die ersten Tage in einer Stadt wie Lima sehr hilfreich sein kann.

Wie funktioniert das zum Teil chaotische Verkehrssystem in Lima?

Lima besitzt ein eigenwilliges Verkehrssystem. Welche Herausforderungen warten hier auf dich?

Hier ein paar Tipps, worauf du beim ersten Spaziergang durch die Stadt achten solltest:

  • Zebrasteifen oder Fußgängerstreifen bieten dem Fußgänger nicht den Vorrang, wie du das aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kennt.
  • Erste Regel lautet daher immer: Kraftfahrzeuge haben immer Vorrang, deshalb lohnt es sich immer einen Blick mehr nach links und rechts zu werfen Ampeln können rot sein, trotzdem passieren Autos die Kreuzung.
  • Nicht immer bedeutet ein rot zeigendes Verkehrssignal auch Halt! Ganz im Gegenteil. Findet man einen Verkehrspolizisten in der Mitte der Kreuzung, dann achtet man nur auf die Signale des Polizisten. Es gibt oft die Situation, das in den Starkverkehrszeiten die Fahrzeuge bevorzugt durchgewunken werden.
  • Das gleiche gilt natürlich auch, wenn die Ampeln der Fußgänger auf Grün schalten. Dies ist zumeist auf den großen Verkehrsstraßen zu beobachten.

Taxi, Colectivo oder Kombi

Verkehr in LimaVerkehr in Lima

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du weitere Strecken der Stadt erkunden möchtest, kannst du dich schnell und vor allem billig fortbewegen. Taxis gibt es wie Sand am Meer, was aber nicht immer die sicherste Variante ist. Viele Taxis sind nicht registriert, werden aber auch ständig kontrolliert. Wie empfehlen das sogenannte UBER-Taxi, das mittels einer App auf dem Smartphone gerufen wird und der Preis schon während dies Bestellprozesses festgelegt wird. So entstehen keine böse Überraschungen, wenn der Taxifahrer später mehr haben möchte. Von deinem Standort aus wählst du dein Ziel und über die App bekommst du den Fahrer, seinen Fahrzeugtyp und das Kennzeichen, sowie den Namen des Fahrers mitgeteilt. Der Preis wird von der App festgelegt und unterscheidet sich in der Regel sogar dadurch, das die UBER-Taxis günstiger sind, als die restlichen. Bei den UBER-Taxis kommt es in den letzten Monaten leider immer wieder vor, das sie bereits angenommene Fahrtaufträge dann doch wieder absagen, weil sie warscheinlich eine andere lohnende Fahrt erhalten konnten. Das kommt aber nicht sehr vor und wir wollen es wegen der Vollständigkeit der Informationen hier an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen.

Colectivos (Sammeltaxiss) sind auf ausgewählten Verkehrsstraßen und Routen unterwegs. du fährst bestimmte Straßen den ganzen Tag  rauf und runter. Allerdings ist es nicht legal, aber man nimmt es hier nicht so genau. Du nennst deinem Fahrer dein Ziel und bezahlst ihn im Laufe oder am am besten kurz vor dem Ende der Fahrt. Eine einfache und billige Alternative zu Taxis.

Dann haben wir noch die Kombis, die ein echtes Abenteuer das Lima zu bieten haben. Man befindet sich in kleinen, oft in die Jahre gekommenen Kombis für max. 10 Personen, welche sich immer wieder kleine Wettrennen mit anderen Kombis liefern. Der schnellste, der seine Route beendet, darf sich als Gewinner fühlen. Es ist oftmals nicht wirklich amüsant, und man kommt im dichten Verkehr der Stadt zwar schnell an sein gewünschtes Ziel, aber diese Art und Weise ist nicht ganz ungefährlich und so passieren täglich kleinere Unfälle. Auch nachts sollte man speziell als Ortsunkundiger diese Kombis meiden, da viele Schleichwege genommen werden. Trotzdem kann es sehr viel Spaß machen und ist eine der billigsten und schnellsten Alternativen.

Der Metropolitano

Verkehr in Lima Metropolitano

Das ist das noch recht neue Schnellbus-System von Lima. Da Lima immer noch über keine U-Bahn-System verfügt, gibt es seit 2010 eine oberirdische Variante, die dich schnell durch die Stadt bringt. Etwas nervig kann es zu den Stoßzeiten werden, denn da quetscht sich sprichwörtlich alles rein, was nur Platz findet. Platzangst sollte man keine haben.

Die Combis und Mikros sind die Busse, die die meisten Straßen von Lima verstopfen, während jemand auf der Seite entlang der Strecke mit den Armen herumfuchtelt.

Im Jahr 2010 eingeweiht, war der Metropolitano das erste Schnellverkehrssystem in Lima. Es ist ein schnelles Transportsystem, das einem Ausländer seltsam erscheint. Die Haltestellen des Schnellbus-Systems sehen aus wie U-Bahnhaltestellen, weil Sie den Fahrpreis vor dem Fahrtantritt auf einer erhöhten Plattformen zu bezahlen ist. Die Bahnsteige haben mehrere Eingänge mit automatisch öffnenden Türen wie in einer U-Bahn, aber steigen aber in großen, Gelenkbus.

Das Metropolitano verbindet 12 Distrikte von Lima von Chorrillos im Süden bis nach Independence im Norden mit eigenen Bussen, die den regulären Verkehr ausschließen und die Reisezeit für die Pendler halbieren. Jede Endstation dient auch als ein Terminal mit Zubringerbussen, die zu den weiter entlegenen Bezirken fahren.

Die Busse mit der maximalen Kapazität von 120 fahren zu Stoßzeiten alle 5 Minuten von den Hauptbahnhöfen ab. Etwa 650.000 Pendler fahren jeden Tag mit dem Metropolitano.

Wie man Limas Metropolitan benutzt

Du kaufst zuerst eine elektronische Karte für 4,50 Soles, die du an den Automaten in jeder Station aufladen kannst. Ein Einzelfahrpreis beträgt 2,50 Soles, aber du kannst deine Karte so viel Geld geben, wie du benötigst und vermeidest so bei deiner nächsten Fahrt in der Warteschlange stehen zu müssen um die Karte neu aufzuladen. Die Automaten akzeptieren nur Bargeld und Münzen – keine Kredit- oder Debitkarten.

Sobald deine Karte ein Guthaben hat, kannst du die Haltestelle betreten. Lege die Karte beim Zugangsdrehkreuz am Entwerter auf und passiere diese Zugangskontrolle zur Haltestelle.

Unser Tipp

Wenn du deine Metropolitano-Karte aufladest achte bitte darauf, die Option Druckquittung („Quittung“) zu wählen. Wenn die Karte die Transaktion nicht registriert hat, kannst du mit der Quittung zu den Kundeninformationen gehen und sie dort aufladen lassen um das Problem zu lösen. Das passiert hin und wieder einmal.

Metro (S-Bahn)

Verkehr in Lima Metro

In Perus Hauptstadt Lima, dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes, werden seit einiger Zeit neue Lösungsansätze für die Lösung des hohen Verkehrsaufkommens und die Luftverschmutzung immer dringlicher. Durch die Vielzahl der privaten Kleinbus-Unternehmen sind die Hauptverkehrsachsen oft verstopft, da im Sekundentakt neue Busse an den Haltestellen einfahren und auch auf den strecken eigentlich überall gehalten wird, wo sich ein Arm in die Luft bewegt, denn das ist das untrügliche Zeichen dafür, das man mitgenommen werden will.

In 2003 wurde Limas erste Metrolinie mit einer Länge von 21,5 Kikometern gebaut. Die Linie verbindet Villa El Salvador im Südosten der Hauptstadt mit dem Stadtzentrum und ermöglicht vielen Einwohnern der Landeshauptstadt deutlich kürzere Transportzeiten. Geplant und auch bereits im Bau sind ein Teil der weitereren geplanten 5 Linien der Metro. Auf Wunsch der Regierung werden nun seit kurzer Zeit die Arbeiten an der zweiten Bahnlinie fortgesetzt und in 2019 fertiggestellt werden. Die zweite Linie wird die Strecke von Ost nach West abdecken und somit das Straßenbahnnetz in alle vier Himmelsrichtungen vervollständigen.

Als Fahrschein bekommt man an den Verkaufsstellen oder Automaten wiederaufladbare Karten im Schackkartenformat, die einen Transponder enthalten. Man kann die Karten immer weider aufladen und an den Zugangsbarrieren werden dann die entsprechenden Fahrtkosten abgezogen. So lange noch keine große Abdeckung mit mehreren Linien existiert, funktioniert das noch in dieser Art. Wir sind gespannt, wie sich das Tarifsystem mit dem weiteren Ausbau der Metro umgestalten wird.