Reisebaustein Nasca – Flug über die Linien von Nasca

Die Geoglyphen - Die Linien von Nasca

 

 

Termine und Kosten auf Anfrage

 

Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 Quadratkilometern schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung gut zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus Flugzeugen.

Eine systematische Erkundung und Vermessung zusammen mit archäologischen Grabungen zwischen 2004 und 2009 im Umfeld und zum Teil in den Linien konnte ihre Entstehung und ihren Zweck mit hoher Wahrscheinlichkeit klären: Es handelte sich demnach um Gestaltungen im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen, die zwischen 800 und 600 v. Chr angelegt und durch periodische Klimaschwankungen veranlasst wurden.

Die Linien wurden durch die Entfernung der mit Eisenoxid beschichteten Kieselsteinen erschaffen, welche die Oberfläche der Nazca-Wüste bedecken. Wenn der Kies entfernt wird, erzeugt die helle Erde darunter einen Kontrast. Es gibt mehrere Hunderte von einfachen Linien und geometrischen Mustern auf dem Plateau von Nazca sowie über 70 kurvenförmige Tierische, Insekten und menschliche Figuren. Das Gebiet um die Linien ist fast 518 Quadratkilometer groß und die größten Figuren sind fast 274 Meter lang.

Entdeckung und Theorien über die Nazca-Linien

Entdeckt wurden die Nazca-Linien erst 1924, als die ersten kommerziellen Fluglinien über die Nazca-Wüste flogen und Passagiere die Linien ausmachten. 1927 soll der peruanische Archäologe Toribio Mejia Xesspe die Linien bei Wanderungen in den umliegenden Hügeln entdeckt haben.

Erforschung und Theorie

Entstanden sind die Bilder durch Entfernung der oberen Gesteinsschicht, die von Wüstenlack überzogen ist. Dieser Wüstenlack besteht aus einem rostroten Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden. Dadurch kommt das hellere Sedimentgemisch zum Vorschein und bildet beigegelbe Linien. Die mysteriösen Zeichner lebten in den Tälern des Río Názca, Río Pálpa und Río Ingénio. Die Pyramidenstadt Cahuáchi soll ein religiöses Zentrum gewesen sein.

Anhand archäologischer Vergleiche der Bilder in der Pampa mit Motiven auf Keramiken der Nazca-Periode nahm man lange an, dass die Geoglyphen in der Zeit der Nazca-Kultur zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. entstanden, doch gilt heute als Entstehungszeit der ältesten Figuren die Paracas-Periode von 800 v. Chr. bis 200 v. Chr.

Ihrer unbekannten Entstehung wegen wurden gut zwei Dutzend Theorien entwickelt. Nur aus der Luft erkennt man die vollständigen Figuren. Toribio Mejia Xesspe, der sich 1927 als Erster wissenschaftlich mit den Bildern beschäftigte, interpretierte sie als „große Artefakte der Inkazeremonien“ - und die Linien als religiös-zeremonielle Straßen.

Weltweit bekannt wurden sie nach 1949 durch die Arbeit der Deutschen Maria Reiche, die sich, seit sie ab 1941 die Linien studierte, bis zu ihrem Lebensende 1998 unermüdlich für Schutz und Erhalt dieser Wüstenfiguren einsetzte und sich um deren Interpretation bemühte. Viele der Figuren wurden durch Fuß- und Autospuren zerstört. Durch die Initiative Reiches ergriff die peruanische Regierung Maßnahmen, um eine weitere Zerstörung zu verhindern. Auf Maria Reiches Betreiben hin wurden die Geoglyphen 1994 von der UNESCO als „Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampa de Jumana“ zum Weltkulturerbe erklärt. Reiches von Paul Kosok, einem Spezialisten für antike Bewässerungssysteme, inspirierter Ansatz, einen riesigen aufgezeichneten Kalender in den Figuren zu sehen, wird heute nur bedingt geteilt. Zumeist vermutet man agrikulturelle, astronomische und religiöse Bedeutungen der Linien - auch in Kombination. So gibt es Zusammenhänge zwischen den Richtungen einiger Linien und Sonnwendpunkten. Die Tierfiguren versuchte man als Pfade für Zeremonien zu deuten, auf denen man Opfergaben hinterlegte.

Einige Fakten über die Linien von Nazca

Es gibt viele Theorien über den Zweck hinter dem Bau der Nazca-Linien, aber niemand weiß genau, warum sie erstellt wurden. Es ist jedoch bekannt, dass sie irgendwann zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. errichtet wurden. Es gibt zwei verschiedene Typen von Geoglyphen. Eine Art der Geoglyphen zeigt Lebewesen und es gibt klare Darstellungen von einer Spinne, einem Affen, einem Schwertwal und einem Kolibri. Das größte Bild ist das eines Pelikans, das 285 Meter lang ist. Es gibt auch Blumen, Bäume und andere Kreaturen, wie eine Figur mit zwei menschlichen Händen, aber mit nur vier Fingern. Die andere Art von Geoglyphen sind Linien und geometrische Formen wie Spiralen, kreuzweise Linien, Rechtecke und Dreiecke. Der Grund dafür, dass die Nazca-Linien die Jahrhunderte überlebt haben, ist das extrem trockene und windstille Klima. Das Nazca-Gebiet ist trocken, öde und besitzt die optimalen Bedingungen um diese gigantischen Zeichnungen zu erhalten. Die Nazca-Linien sind immer noch ein tiefgründiges und faszinierendes Mysterium. Wenn vielleicht Forscher aus verschiedenen Disziplinen, wie Astronomen, Anthropologen und sogar Mathematiker, ihre Theorien koordinieren würden, dann wäre es möglich mehr Erkenntnisse darüber zu erhalten, warum diese Geoglyphen erstellt wurden. Aber vorläufig sind sie jedoch nur ein schönes und geheimnisvolles Fenster in die antike Vergangenheit der Menschheit.

 

Was wir empfehlen können...

 

AlemaPE-Tours verbindet den Besuch, bzw. den Überflug der Linien mit einem Sportflugzeug zumeist auf dem Weg zu anderen Zielen im Süden Perús. So fahren wir fast immer am Aussichtsturn von Maria Reiche vorbei, der sich direkt an der Panamericana Súr befindet.

Der am besten erreichbare Ausgangsort für einen Rundflug über die Linien von Nasca ist der kleine Flugplatz „Maria Reiche Airport“ bei Nasca. Wer auf dem Flugplatz ankommt, kann sich dann zuerst einmal ein Video zu den Nasca Linien ansehen. Geflogen wird meistens mit verschieden großen Cesnas.

Da die Geoglyphen so riesig sind, können sie, selbst wenn Du nicht direkt über ihnen in der Luft bist, kaumt in ihrer Form wahrgenommen werden. Nur bei sehr nahem Überflug heben sich die Bilder dann sehr gut von der Umgebung ab. Das Gebiet auf dem die Nasca Linien zu finden sind ist etwa 500 Quadratkilometer groß und steht unter dem Schutz der UNESCO.

Die Flugpreise befinden sich momentan mit Flügen von 30 Minuten zu etwa 60 Dollar bis zu Flügen von einer Stunde bei einem Betrag von ca. 90 Dollar. Den Reisepass bitte nicht vergessen!
Wir weisen aus rechtlichen Gründen darauf hin, das wir keine Garantie übernehmen das während der Flüge Aufnahmen der Linien gemacht werden dürfen. Es kommt immer darauf an, was der Pilot gestattet. Darum paßt bei einer Selbstauswahl der Flugmöglichkeiten darauf auf, das ihr das machen dürft. Ansonsten halt - Gut hinsehen!

 

Die Figuren und ihre Koordinaten:
Astronaut 14° 44′ 43″ S, 75° 4′ 47″ W
Baum 14° 41′ 39″ S, 75° 6′ 53″ W
Echse 14° 41′ 37″ S, 75° 6′ 53″ W
Hände 14° 41′ 41″ S, 75° 6′ 51″ W
Kolibri 14° 41′ 32″ S, 75° 8′ 57″ W
Kondor 14° 41′ 51″ S, 75° 7′ 35″ W
Spirale 14° 41′ 18″ S, 75° 7′ 23″ W
Spinne 14° 41′ 39″ S, 75° 7′ 22″ W
Affe 14° 42′ 25″ S, 75° 8′ 19″ W
Pelikan 14° 41′ 24″ S, 75° 6′ 25″ W
Wal 14° 49′ 0″ S, 74° 59′ 41″ W
Küken 14° 41′ 40″ S, 75° 6′ 50″ W
Reiher 14° 41′ 9″ S, 75° 6′ 50″ W
Hund  Angaben folgen noch

 

Im Kurzüberblick:
Reisedauer: 2 Tage/ 1 Nacht - Verlängerungen sind möglich
Reisebeginn: Täglich möglich
Ort: Nazca
Aktivitäten: Besichtigung der Geoglyphen mit Rundflugmöglichkeit
Reisepreis: Auf Anfrage, da saisonal unterschiedlich
Höhepunkte: ✓ Entspanntes kennenlernen von Perús berühmten
Geoglyphen in der Umgebung von Nazca
✓ Besichtigung der Aquädukte von Cantalloc
✓ Besichtigung des Inkafriedhofs von Chauchilla
Inklusive: ✓ 1 Übernachtung in Komfortklasse 2 mit 1x Frühstück
✓ Englischsprachiger Reiseführer
✓ Transfer vom Hotel zum Flugplatz und zurück
✓ Transfer vom Hotel zu den Aquädukten von Cantalloc und zum Inkafriedhof von Chauchilla
Exklusive: ■ Weitere Mahlzeiten
■ Optionale Flugkosten bei den Rundflügen
■ Optionale Eintritte bei den Besichtigungen
■ Trinkgelder

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