Pass Abra La Raya

 

Puno - Pass Abra La RayaDer Pass liegt auf dem Weg zwischen Cusco und Puno auf 4335 m. Als wir nun das letzte Mal im Januar 2017 hier vorbei gekommen sind, hatten wir zwar eine herrliche Aussicht und es war zwar auch ganz schön kalt, aber davon merkten wir Dank unserer erst kurz zuvor in Chinchero gekauften Alpaca-Pullovern nichts. Der Wind pfiff hier ganz ordentlich und es war zu dieser Jahreszeit nicht einmal einer der sonst unzähligen Händler anzutreffen. Das sieht im August sicherlich ganz anders aus, denn dann kann man sich in der Regel nicht vor Angeboten und aufdringlichen Händlerfrauen retten. Also was macht man: Ein paar schöne Fotos und dann wollten wir auch schon weiter in Richtung Puno. Ein Pickup einer peruanischen Familie, die eben auch noch alles angesehen hatte, wollte auch wieder los. Aber der Anlasser wollte nicht mehr mitmachen. Hinten auf der Ladefläche saßen drei Kinder und der kleine Hund der Familie. Alle nur mit einer nicht gerade wind- und wetterabweisenden Plane bedeckt. Auf Nachfrage, ob sie den frieren würden bekam ich die freudig kurze Antwort, das ihnen das nichts ausmachen würde und sie das sogar gewohnt sind.

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 08 - Pass Abra La Raya 2017

Die Eltern und noch ein paar ältere Schwestern und Freunde, die mitreisten, halfen nun den Pickup wieder auf die leicht bergauf verlaufende Strasse und in Gang zu bekommen. Das gelang uns auch blitzschnell und die Familie fuhr dann auch nach kurzem Dankeschön weiter in Richtung Puno.

Abra La RayaAbra La Raya

Da ich das selbst auch nicht gewohnt bin und vor allem bei dieser Höhenlage so etwas bestimmt nicht jeden Tag mache, mußte ich zuerst einmal ein paar Minuten langsam tun, mich erholen, genug Sauerstoff wieder in den Blutkreislauf bekommen und mein nun rasendes Herz beruhigen, sowie meinen Atem wieder auf ein normales Mass herunterbringen.

Solche Anstrengungen sind kaum möglich, denn die Luft ist einfach zu dünn und wir sind zwar mit unseren Sorojchi Pills sehr gut gerüstet, aber im allgemeinen sollte man alles eher langsamer angehen. Ok, nach ein paar Minuten funktionierte alles wieder normal wie gewohnt. Jetzt noch einmal eine kleine Runde über den sonst so von Händlern und Touristen bevölkerten Platz gelaufen, noch ein paar weitere Fotos geschossen, und dann ging es auch für uns wieder weiter in Richtung Puno.

 

 

 

 

 

 

 

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Kontrollpunkt Cañahuas 2017Anmerkungen:

Was für ein Gefühl euch bei dieser Höhenlage auch befällt, lasst es wirklich langsam anlaufen. Auch wenn man wie wir zumeist schon länger in der Andenregion auf den größeren Höhen verbringt, man gewöhnt sich doch nicht so schnell an die sauerstoffarme Luft. An Joggen ist bestimmt nicht zu denken, also ein Schritt nach dem anderen.

Bei Kopfschmerzen, Schwindelerscheinungen und/oder Atemnot ist man in aller Regel zu schnell gewesen. die Sorojchi Pills von Crespal können euch sicherlich helfen, lasst das aber einmal vor der Reise bei einem Gespräch mit eurem Hausarzt klären. Wer Fragen dazu hat, kann uns einmal kontaktieren, wir helfen euch gerne auch bei den Vorbereitungen (siehe auch unsere Empfehlungen für die Packliste).

Ein anderes natürliches Hausmittel der Peruaner ist der Mate de Coca oder auch Coca-Tee. Besorgt euch für die Tour eine Thermoskanne mit Becher und fertigt euren Coca-Tee (auch Mate de Coca genannt) mit frischen Blättern, die vor Ort wirklich oft frisch zu bekommen sind. Es gibt aber auch getrocknete Blätter. Uns geht es dabei immer prima. Mir als Europäer fällt das sogar leichter als Samanta, die als peruanische Flachlandtirolerin aus Lima stammt (Die Peruaner vor Ort kennen dieses Symtom), hat da wesentlich mehr aufzupassen. Wir arbeiten permanent präventiv mit dem Mate de Coca.

Die Blätter kann man zwar auch kauen, aber soweit war es bei und noch nie, dass wir das in dieser Form machen mussten, ausserdem soll es auch wirklicher kein besonderer Genuß sein.