Pachacamac

 

 

Lima - PachacamacLima - PachacamacFür einen Tagesausflug geht es mit dem Taxi etwa 45 Minuten südöstlich von Lima, in das Tal des Río Lurín. Hier befindet sich die antike Stadt Pachacamac, die nach dem gleichnamigen Schöpfer des Universums benannt ist. Als die spanischen Eroberer in Perú eintrafen, bestand die Stadt Pachacamac schon länger als 1.000 Jahre. In der Zeitgeschichte ordnet sich die Tempelstadt in der Epoche der Wari-Kultur (etwa 600-800 n. Chr.) ein und offensichtlich als administrativer Ort erstellt. Die Wari-Einflüsse zeigen sich deutlich an der hier auffindbaren Architektur, als auch an der unzählig im Gelände gefundenen  Textilienvielfalt und der Art der Keramikfunde der Grabbeigaben. Als das Wari-Reich zu Ende ging, ist Pachacamac trotz allem weiter ausgebaut worden und stets weiter gewachsen, bis es selber zu einem eigenen Reich wurde. Die meisten Tempel und übrigen Gebäude auf den Gelände stammen aus der Zeit von etwa 800-1440 nach Christus. Als das Inka-Reich im Aufbau war, war das Pachacamac-Reich sicherlich schon zerstört. In den weitläufigen Tälern der Flüsse Rio Rímac und Rio Lurín lebte das Volk der Ichma. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Pachacamac als religiöses Zentrum diente. So kann man das z.B. an den roten Farben der Tempelmauern erkennen, die auf einen höheren Stand der Priesterschaft und des Adels hinweist. Als später das Ichma-Reich mit dem dem Inka-Reich verschmolz, wurde Pachacamac ein besonderes Zentrum der Inka-Administration, es blieb aber weiterhin eine Tempelstadt. Die Priester von Pachacamac konnten unabhängig von Vorherrschaft der Inka-Priester weiter ihren Angelegenheiten nachgehen. In der Epoche der Inka entstanden 5 weitere große Gebäude, die aus Lehmziegeln erstellt wurden. So gehört auch der Sonnentempel am Hauptplatz dazu.

Lima - PachacamacLima - Pachacamac

Laßt eurer Fantasie freien Lauf und stellt euch einmal vor, ihr wärt ein präkolumbianischer Pilger, der die Tempelstadt auf der Suche nach Rat und Hilfe besucht. Die berühmtesten Tempel der Anlage sind der Sonne und dem Mond gewidmet. Der Tempel der Sonne wurde nach Angaben der Wissen-schaftler aus geschätzten 50 Millionen Lehmziegeln hergestellt.

Genießt den Panoramablick über das flache Wüstenland, in dessen Mitte sich Lima und Pachacamac befindet. Der Pazifische Ozean liegt etwas weiter westlich hinter der in Sichtweite. Viele der Pyramiden wurden bei Überschwemmungen, Trockenperioden und Erdbeben beschädigt, die Perú immer wieder erreichen.

Anmerkungen:

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, täglich von 9 - 17 Uhr, Sonntag von 9 -  16 Uhr
Eintrittsgeld: Erwachsene 15 Soles, Personen über 65 Jahre 7,50 Soles
Kinder bis 12 Jahre 1 Soles, Studenten 5 Soles
Tourguides: Gruppen ab 20 Peronen, Kosten 25 Soles
Homepage:
Museo Pachacamac