Pikillacta

 

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 05 - Cusco - Pikillacta 2017

Pikillaqta liegt etwa 25 km südöstlich von Cusco entfernt auf dem Weg zwischen Cusco und Puno. Von der Straße aus kann man die Anlage kaum erkennen, weil sie etwa einen Kilometer von ihr entfernt ist. Wenn Ihr etwa einen halben Tag für die Besichtigung der gesamten Anlage einplant, dann könnt Ihr vieles besser erkennen, und bekommt so eine Vorstellung, wie dieser Ort früher einmal ausgesehen haben muß als die Wari hier noch zu Hause waren.

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 05 - Cusco - Pikillacta 2017

Man kann den Besuch der Ruinen von Pikillaqta mit einer weiteren archäologischen Stätte, nämlich Tipón kombinieren, da beide in gleicher Richtung liegen. So lohnt es sich bereits zeitig morgens nach Pikillaqta aufzubrechen, um den Sonnenaufgang bzw. Tagesanbruch dort zu erleben und dann weiter nach Tipón zu fahren.

Perú ist berühmt für seine Vielzahl archäologischer Orte aus der Inkazeit. Es gibt aber auch ältere Fundgebiete und Ruinen, die aus der Zeitperiode vor den Inka stammen und es Wert ebenfalls lohnt sie zu erkunden. So stammt Pikillacta z.B. aus der Zeit der Wari, einer Zeit weit vor dem Inkareich. Pikillacta bedeutet übersetzt die "Stadt der Flöhe" und besteht aus einem enorm großen Areal von Ruinen. Immer noch viele von den Gebäuden unter Gras versteckt und zum Teil auch von Bäumen bedeckt. Auch der Teil, der bereits freigelegt wurde, macht auf Euch als Besucher der Anlage sicher einen ebenso großen Eindruck wie auf uns, die diese Ausgrabungsstätte der Siedlungs- und Festungsanlage bereits seit langer Zeit kennen und bei jedem neuen Besuch wieder etwas neu gefundenes entdecken.

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 05 - Cusco - Pikillacta 2017

Es ist interessant sich auf den engen Straßen zwischen den ehemaligen Bebauungen zu bewegen. Die Farbe der Steine und die Art, wie sie zu den doch sehr hoch wirkenden Wänden zusammengestellt wurden hinterlassen einen enormen Eindruck, denn eine solche Bautechnik, wie aus der Wari-Zeit, ist bei und in Europa nicht bekannt.

Der ganze Komplex von Pikillaqta befindet sich auf ca. 3.350 m über dem Meeresspiegel und erstreckt sich über eine Fläche von etwa zwei Quadratkilometern. Diese Vorinka-Stadt mit ihrer Bebauung von etwa 700 Gebäuden und den Wehranlagen wurde wahrscheinlich in der Zeit von 550 bis 1.100 nach Christus erstellt und bewohnt. Die Stadt hat eine geometrische Gestaltung und ist in Blöcke mit geraden Straßen unterteilt.

 

So kommt Ihr zu den Ruinen von Pikillacta:

Es stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Es hängt ganz von euren Vorstellungen ab, wie viel Zeit ihr dort verbringen möchtet und wieviel Geld ihr in den Transport anlegen wollt.

 

Mit dem Taxi:

Ihr könnt ein Taxi nach Pikillacta bestellen, was entgegen unserer europäischen Preisvorstellung jedenfalls günstiger ausfällt, als z.B. eine Tagesmiete in Deutschland. Sicherlich ist es nicht die billigste Variante, es hat aber unter Umständen den Vorteil, dass Ihr schneller seit, als mit dem Bus zu fahren. Wenn ihr plant längere Zeit in die Begehung der Anlage zu investieren, dann ist es sicherlich die bessere Option, als z.B. mit einer geführten Bustour dort hin zu fahren.

 

Mit öffentlichen Bus:

Ihr könnt auch mit dem Bus fahren der direkt nach Urcos fährt und auf dem Weg vor Pikillacta vorbeikommt. Ihr müsst dem Busfahrer bei Fahrtantritt nur mitteilen, dass ihr diesen Ort besuchen wollt und so sollte es kein Problem sein. Der Busbahnhof ist auf Av. Huaruropata. Die Bustickets kostet ca. 5 Soles. Auch ist es entlang der Avenida de la Cultura möglich in den Bus zuzusteigen. Aber wenn ihr einen Platz zum Sitzen haben wollen, ist es sicherlich besser vom Hauptterminal aus zu starten.

Natürlich nimmt diese Bus-Option etwas mehr Zeit in Anspruch als mit dem Taxi zu fahren, aber es gibt euch den riesigen Vorteil einmal für fast eine Stunde mit den Einheimischen zu verbringen. Wenn ihr neugierig und sehr offen seit, dann wird sich sicher jemand finden, mit dem ihr reden könnt. Die Peruaner sind sehr aufgeschlossen und freundlich, wenn man zu erkennen gibt, sich für ihre Landschaft und vor allem aber für ihre Kultur zu interessieren.

 

Mit einer geführten Reisegruppe per Bus:

Viele Unterkünfte in Cusco haben gute Kontakte und können euch diese Tagestour über ortsansässige Reisebüros organisieren, die solche Tagestouren nach Pikillacta, Tipón und auch zu anderen Sehenswürdigkeiten anbieten. Die Tour dauert etwa einen halben Tag und ist möglicherweise eine gute Option für alle, die ihre Zeit dazu benutzen wollen, zwei Orte in kurzer Zeit zu besuchen wollen. Auch kann es für den ein oder anderen unter euch interessant sein, einen Reiseleiter zu haben, der täglich Gruppen zu den Ruinen führt und diese auch in Englisch und natürlich in Spanisch erklärt. Deutsch wird bei den geführten Touren nur äusserst selten, eher gar nicht angeboten.

Wenn Ihr mehr Zeit habt und euch die Erklärungen eines Führers nicht so wichtig sind, dann könnt ihr das auch auf eigene Faust bewältigen, da es bei keiner der Sehenswürdigkeiten einen Zwang gibt, das nur mit einem Führer zu machen.

 

Unser Tipp:

Wir empfehlen, sich im Hostal oder dem Hotel bei der Rezeption zu erkundigen. Oftmals haben die Betreiber der Unterkünfte sehr günstige Angebote für alle möglichen Sehenswürdigkeiten in und um Cusco.

Für die Sehenswürdigkeiten in und um Cusco benötigt ihr eine Eintrittskarte in Form des Boleto Turistico. Wo und wie ihr das bekommt erfahrt ihr hier.