Ollantaytambo

 

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 04 - Cusco - Ollantaytambo 2017Die oberhalb vom Fluß Urubamba gelegene Ruinenstädtchen Ollantaytambo liegt im Heiligen Tal der Inka. Hier lässt sich wieder einmal die typische Städteplanung der Inka anehen. Die Anlage ist noch immer in einem sehr gutem Zustand und man kann die Mühen bei der Errichtung nachvollziehen, wenn man sich die Mühe des Aufstieges über die unzählichen Treppenstufen macht. Wer das dann aber geschafft hat, kann den faszinierenden Ausblick über Ollantaytambo und das Urubamba-Tal genießen.

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Gegenüber der Festungsanlage fallen dem geübten Blick auch einige Gebäude am Berghang auf. Das sind die alten Vorratsgebäude der Inka, die dort wegen der kühleren klimatischen Bedingungen durch Schatten und Wind sehr gute Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, wie z.B. Kartoffeln boten. Dorthin gelangen meist nur Touristen, die nicht mit den geführten Bustouren nach Ollantaytambo gelangen. Ein steiler unbefestigter Pfad ermöglicht auch diesen Punkt zu erreichen. Dazu ist auch mehr Zeit einzuplanen, denn Aufgrund der Höhenlage sind genug Pausen einzulegen, damit der Sauerstoffbedarf nicht leidet.

In Ollantaytambo herrscht in aller Regel ein milderes Klima als in Cusco. Von Cusco aus gelangt man mit den geführten Bustouren oder den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Ollantaytambo. Wenn ihr mit den öffentlichen Bussen fahren wollt, dann geht ihr in Cusco zur Kreuzung Av. Grau / Puente Grau. Dort befindet sich der „Terminal de buses“ an dem die großen Busse und auch kleine Collectivos/Kombis/Sammeltaxis abfahren. Einige der Collectivos fahren direkt durch nach Ollantaytambo, andere halten in Urubamba, wo Ihr dann noch einmal umsteigen müßt. Auch eine Taxifahrt mit einem der von Hostals oder Hotels organisierten Taxis ist erschwinglich.

Ollantaytambo

Ollantaytambo

Das kleine Dorf fasziniert nicht nur wegen seiner imposanten Festungsanlage. Auch die Dorf-Architektur der Inkas, die auf den Bereich des 15. Jahrhunderts datiert wird, hat reizvolle Gassen mit ursprünglichem altertümlichen Charme. Die von Mauern umgebenen Canchas (das sind die von Mauern umgebenen Bauerhhöfe) der Einwohner sind auch heute noch beeindruckend, zumal die Bevölkerung innerhalb des Ortes noch weitgehend so lebt, wie in Vorzeiten.

Etliche Gewohnheiten, die man in den großen Städten nur noch seltener antrifft werden hier durchaus noch gelebt. So gehört es sich hier noch, seine gestorbenen Angehörigen im eigenen Haus aufzubahren und in kein Velatorio (eine Art Leichenschauhaus) zu bringen. Die Verbundenheit innerhalb der Familien ist hier noch von großer Bedeutung. So kann man als Außenstehender durchaus einmal überrascht werden, wenn man von irgend jemand angesprochen wird und ins Haus zur aufgebahrten Person geführt wird. Kleine Speisen wie Galletas de Soda (eine Art salziger Cracker) und Café oder Chicha gehören dann zur Begrüßung dazu. Es wird bei vielen Leichenschauen in Perú üblicherweise mehr getrunken, als in manchem Restaurant.

Neben dem Besuch der Festungs- und Tempelanlage ist Ollantaytambo auch ein interessanter Punkt um mit der Bahn weiter nach Macchu Picchu zu gelangen. Da die Bahntickets ab hier günstiger sind kommen immer wieder Touristen, die für ein bis zwei Tage im Ort bleiben. Wenn ihr eure Tourplanung insgesamt durchplant, so solltet ihr einmal diese Option bei Bedarf mit berücksichtigen. In Ollantaytambo gibt es genug Hostals, Hotels und Restaurants, Cafés und auch eine Vielzahl kleiner Läden die schönes Kunsthandwerk verkaufen.

 

Unser Tipp:

Wir empfehlen, sich im Hostal oder dem Hotel bei der Rezeption zu erkundigen. Oftmals haben die Betreiber der Unterkünfte sehr günstige Angebote für alle möglichen Sehenswürdigkeiten in und um Cusco.

Für die Sehenswürdigkeiten in und um Cusco benötigt ihr eine Eintrittskarte in Form des Boleto Turistico. Wo und wie ihr das bekommt erfahrt ihr hier.