Die Berge der sieben Farben - Montaña de Siete Colores

 

 

Der Regenbogenberg (eigentlich heißt er Vinicuñca) und in Cusco bekannt als "Montaña de Siete Colores" (Berg der sieben Farben) ist nun seit etwa 2015/2016 eines der angebotenen Wander-/Treckingziele, die neben dem Inka-Trail von Cusco aus angeboten werden. Um jedoch dort hin zu gelangen, ist eine eher beschwerlichere Wanderung in Kauf zunehmen, bei der der gesamte Körper gefordert ist. So eine Treckingtour in der Höhe von etwa 3.400 Metern über dem Meeresspiegel ist nicht mal eben eine Herausforderung nur für Anfänger, sie ist auch den bereits geübten Bergwanderer aus den deutschen Wandergebieten immer noch eine deutliche Steigerung.

Cusco - Montaña de Siete ColoresDie Berge, die aus verschiedenen bunten Sedimenten bestehen, sind für den Tourismus nun erst seit 2015 erschlossen worden. Der Anblick ist ein faszinierendes Schauspiel, die bei so manchem Besucher einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Der Berg selbst kann heute nur zu Fuß oder mit dem Pferd erreicht werden. Die nächstgelegene Straße führt etwa drei Stunden entfernt vorbei. Zusammen mit der Anfahrt aus Cusco, die ca. drei Stunden dauert, müßt ihr für die Wanderung dann cirka sechs weitere Stunden einplanen um dann vor dem Tagesziel, den farbigen Bergen zu stehen. Ihr könnt den Weg auch in Open Streetmap finden, er ist gut ausmarkiert und so ist es leicht dem Pfad zu folgen, solltet ihr nicht mit einem örtlichen Führer losgehen. An gut besuchten Tagen tummeln sich auf diesem Weg besonders an den Wochenenden mehrere hundert Menschen, die alle mehr oder weniger gleichzeitig an der Spitze der Berge sein möchten. Der Hügel ist dann meist auch nicht mehr ganz leer und somit stellt euch bitte nicht vor, dort ganz alleine zu sein. Dazu müsstet ihr wirklich sehr sehr früh mit dem Aufstieg beginnen und dann bereits oben angekommen sein, wenn der Tag als solches mit dem Sonnenaufgang beginnt. - Aber auch das versuchen in letzter Zeit immer mehr Leute... Wir befürchten, dass sich dieses Zeil in wenigen Jahren auch mit dem Fahrzeug erreichbar sein wird, wie es bereits bei so vielen touristisch erschlossenen Zielen in Perú leider der Fall ist.

Aber dennoch lohnt sich dieser Tagesausflug aus unserer sicht noch immer, denn die weite Landschaft und das prächtige Farbenspiel des zum Teil glitzernden Gesteines im Sonnenlicht zeigen euch die unerschöpfliche Vielfalt der Naturgeheimnisse. Die beigen, rostroten und grünlichen Farben sind durch die Sedimentschichten vor Jahrmillionen entstanden und durch die Verschiebungen der hier in Perú aufeinander treffenden Gesteinsschichten der Erdplatten nach oben gedrückt worden. Das erzeugt nicht nur die hier im höheren Ausmaß stattfindenden Erdbeben, sondern das ist auch für den Aufbruch der Sedimentschichten zu diesen Bergen verantwortlich.