Mirador de Los Volcanes

 
 
 

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Fahrt führt von Arequipa die Berstraßen ansteigend auf knapp über 5.000m über dem Meeresspiegel an der Kontrollstelle Cañahuas vorbei in Richtung Chivay. Viele von euch, die so eine Höhe noch nie erlebt haben, sollten sich auf jeden Fall mit den von uns ebenfalls besorgten Pillen gegen die Höhenkrankheit (Sorochipills) und mit der Einnahme von Mate de Coca beim Frühstück vorbereiten, denn wenn sich später doch wengen nicht vorhandener Vorbereitung auf dieses Vorhaben Probleme mit dem Kreislauf einstellen, dann bleibt meist nur der Abbruch der Tour und Rückkehr mit Behandlung im Krankenhaus von Arequipa als Folge. Schade wäre es, denn bei etwas Glück kann man hier am Aussichtspunkt den Überblick über alle Vulkane rund um Arequipa bekommen.

Der Aussichtpunkt der Vulkane, ist ein beliebter Ort für Touristen. wir selbst haben das bereits in unterschiedlicher Witterungsverhältnissen besuchen können. So konnten wir das bei herrlichstem Sonnenschein in 2016 genießen und haben dabei auch den selteneren kompletten Überblick über alle Vulkane miterleben dürfen. In 2017 dann haben wir am Tag der Anfahrt von Chivay alles in grün-braunem Gewand sehen können und am nächsten Tag haben wir dort in Schnee und Eis nur noch einen Bruchteil der Vulkane gesehen.

Der Aussichtspunkt selbt liegt auf einer Höhe von 4.910m üner dem Meeresspiegel und man kommmt dem Straßenverlauf nach Chivay folgend immer daran vorbei. Die Straße ist mit reduzierter Geschwindigkeit zu befahren, da hier ein Nauturschutzgebiet für Alpacas, Vicuñas und LLamas eingerichtet wurde. Auch tauchen hier und dort immer wieder einmal versprengte Schafe und andere Tiere auf, die oftmals die Straße für sich beanspruchen.

 
 
So, hier folgt nun eine kurze Beschreibung der vorhandenen Vulkane, bei denen wir die Bilder vom Tag der Hinfahrt nach Chivay und dann auch das Bild vom Tag der Rückfahrt nach Arequipa hier zeigen:

 

Misti

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 14 - Mirador de los Andes 2017Obwohl er der Hüter von Arequipa sein soll, ist sein ursprünglicher Name mit der Zeit verloren gegangen. Viele Forscher glauben er wurden „Machu Putina“ genannt, was so viel bedeutet, wie „Der alte Vulkan“. Den Namen Misti hat er während der Kolonialzeit bekommen, aber es ist nicht genau bekannt, durch welchen genauen Hintergrund. In der indigenen Sprache Quechua bedeutet es in etwa „Criollo - Der Einheimische oder der weiße Mann“.

Mit seinen 5.822 Metern über dem Meeresspiegel und seiner nahezu perfekten konischen Form ergibt sich auch ein markanter Anblick von arequipa aus. Für die Einheimischen ist es auch eine Art Ikone von Arequipa. Die geologische Studien ergaben, dass im zwanzigsten Jahrhundert mindestens fünf Ausbrüche mit einer großen Eruption stattgefunden haben müssen. Der Gipfel des Vulkanes ist meist mit kleinen Wolken umgeben.

Im Juni des Jahres 1998 wurden in der Nähe des Gipfels Skelette aus der Inka-Zeit gefunden, die eindeutig auf Menschenopfer hindeuten. Es ist in Geschichten auch bekannt, dass der Misti gegen den 2. Mai 1677 durch moderate Aktivitäten auf sich aufmerksam machte, die zu der Zeit als „große dicke Wolken" beschrieben wurden, die den Gipfel des Vulkanes gekrönt haben. Diese Wolken, so heißt es überliefert, haben aus den Tagen Nächte gemacht. Und das dauerten auch eine ganze Zeit weiter an. Die gesamte Bevölkerung hatte zu dieser Zeit sehr viel Respekt zu den Göttern und so wurden die regierenden Herrscher dieser Zeit sogar regelrecht terrorisiert, denn die Bevölkerung hatte große Ängste vor dem, was den Göttern noch einfallen würde, um sie zu bestrafen. Die Wolken lichteten sich in den folgenden Tagen nicht und es wurden mehr und mehr der Wolken (die aber keine Nebelwolken waren) angetroffen und es wurde eine große Mende an Vulkanasche in die gesamten Region verteilt. Auch roch die eingesammelte Asche übel nach Schwefel. Nach einigen Tagen stiegen den Priester mit Reliquien der Heiligen auf den Vulkan und sie versuchten auf dem Gipfel mit Blut- und Weingaben im Rahmen einer Art Messe den großen Berg zu beruhigen.

Am 9. Juli 1784 (nach dem Erdbeben vom Mai 1784) gegen 0:30 Uhr brach der Vulkan mit einem Geräusch, ähnlich eines Kanonengebrülls aus und in den darauffolgenden Momenten ergoß sich der Vulkan mit einem Magma auf seine Seiten mit riesigen Funkstößen, die man schon von weitem hat sehen können. Am 28. Juli 1787 hatte der Vulkan wieder große Wolken ausgesendet. Der Bürgermeister von Arequipa machte sich selbst auf den Weg, den Gipfel des Misti zu erkunden, da in der Bevölkerung große Panik verbreitet war. Er kehrte zusammen mit ein paar Forschern zurück und konnte die gute Nachricht verbreiten, dass der Vulkan nicht ausbricht und keine große Gefahr für die Bevölkerung besteht.

 
 
Chachani

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 14 - Mirador de los Andes 2017Das ist der höchste der drei Vulkane, die die Stadt Arequipa umgeben. Sein Name stammt aus der indigenen Sprache Aymara und bedeutet in etwa „Mutig und hat vier Gipfel". Die Höhen des nördlichen Teils betragen 6.057 Meter, der Pico de los Angeles hat 5.852 Meter über dem Meeresspiegel, auf der südwestlichen Seite ist der Monte Trigo mit 5.820 Metern über dem Meeresspiegel und im westlichen Teil befindet sich der Horqueta mit 5.484 Metern.

 
 
 
 
 
 

Es ist sehr einfach den Vulkan zu besteigen und es gibt auch gleich drei verschiedenen Kletterrouten für die Touristen:

- Von Norden her kommt man auf der Azufrera-Route mit Fahrzeugen mit Allradantrieb bis auf etwa 5.000 Meter. Von dort aus sind es bis zum ersten Lager etwa zwei Stunden zu Fuß. Vom Lager sind es dann noch eimal 6 Stunden Aufstieg bis zu Spitze mit unvergesslichen Ausblick.

- Die westliche Quiscos-Route ist die komplizierteste Strecke, die man sich in drei Tagen man auf einem nicht ausmarkiertem Weg erarbeiten muß.

- Die südliche Cabrerias-Route ist ebenfalls eine schwierige Route und es dauert auch hier drei Tage, da kein Pfad abgesteckt ist.

 

Ampato

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 14 - Mirador de los Andes 2017Sein Name stammt aus der indigenen Sprache Aymara und bedeutet „Kröte“. Ein Name, der offenbar nicht viel Sinn macht, aber wenn man von einem strategischen Punkt das Gelände rund um den Vulkan ansieht, da kann man wohl die Form eines Frosches erkennen.

Auf einer Höhe von 6.288 Metern erreicht der Vulkan seine Bekanntheit 1995, als der Forscher Johan Reinhard eine Inka-Mumie, später in Anlehnung an seinen Namen „Juanita“ genannt in einer Spalte des Vulkangipfels entdeckt. Es gibt drei verschiedene Wege für die Besteigung, die einfachste ist in wenigen Stunden zu schaffen und die härteste dauert sieben Tage für den Auf- und Abstieg.

 
 
Sabancaya

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 14 - Mirador de los Andes 2017Sein Name bedeutet in der ingigenen Sprache Quechua so viel wie „Zunge des Feuers“. Der Vulkan hat eine Höhe von 5.976 Metern über dem Meeresspiegel. Er ist als besonderas aktiv eingestuft und hat daruch auch markante Wolkenfelder, die das ganze Jahr über aus vielen Kilometern Entfernung noch sichtbar sind.

Seine bekanntesten Aktivitäten erfolgten in den Jahren 1460, 1752 und 1784, war dann fast 200 Jahre inaktiv und ist im Jahr 1981 wird aktiv mit dichten Wolken hat sich seit 2003 bis heute immer wieder einigen bemerkenswerte Ausbrüche gezeigt.

 
 
 
 
 
 
Hualca Hualca

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Tour Süd-Perú 2017 - Tag 14 - Mirador de los Andes 2017Sein Name bedeutet Kragen (kommt aus dem indigenen Quechua Wort Wallqa) und ist der größte und höchste der drei Vulkane mit 6.025 Metern über dem Meeresspiegel. Man kann den Vulkan nur mit einer Spezialausrüstung besteigen, zusätzlich ist eine Menge Erfahrungen notwendig. Eine Besteigung dauert in der Regel für die erfahrenen Vulkan-Bergsteiger etwa vier Tage.

Es gab einmal eine Art Gottesdienst der Apu, der Ureinwohnern von Ayacucho, der in der Zeit der Vulkanruhe stattfand. Früher wurden einmal im Jahr Mädchen mit 13 oder 14 Jahren zu Ehren dieses großen Gottes der Ureinwohner (Apu) geopfert.

 
 
 
Chucura

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Es ist 5.260 Meter über den Meeresspiegel und ist der am wenigsten bekannte Vulkan in der Gegend. Er hat eine Fläche von unregelmäßigen vulkanischen Kegeln, die in seiner Geschichte immer wieder durch Erosionen und seiner Eruptionen irgendwann zerstört wurde.

Es führt auf einer Seite des Vulkans eine Straße hinauf, an der ein großes Feuchtgebiet ist, Zwischen Dezember und April ist dieses Gebiet meist vollständig eingefroren und ein großer schöner Gletscher.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mismi

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Er ist der wichtigste von allen in dieser Region, weil dieser Vulkan mit die mächtigsten Lavaflüsse der Welt verursacht. Der Mismi hat ein Höhe von 5.597 Metern über dem Meeresspiegel. Die Besteigung dauert etwa vier Tage.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ubiñas

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017Mit seiner Höhe von 5.672 Metern über dem Meeresspiegel und seinen ganzjährigen Aktivitäten präsentiert sich dieser Vulkan. Seine Aktivitäten werden seit dem sechzehnten Jahrhundert aufgezeichnet und es sind derzeit einige große runde aktive Ausbruchstellen bekannt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier nun noch ein paar Landschaftsfotos:

Tour Süd-Perú 2017 - Tag 13 - Mirador de los Andes 2017

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